Haltung und Sprache als Schlüssel zur Teilhabe

Dialog zwischen Philosophie, Medizin, Familien und Institutionen
Im Regen stehen gelassen – dieser Ausdruck beschreibt mehr als einen Moment. Er steht für Erfahrungen, die viele Familien mit Institutionen machen, wenn Unterstützung fehlt, Zuständigkeiten verschwimmen oder Worte nicht verstanden werden. Besonders Familien mit chronisch oder schwer erkrankten Kindern oder Kindern mit Behinderungen kennen dieses Gefühl: gesehen werden – und trotzdem allein bleiben.
Haltung und Sprache entscheiden darüber, ob Teilhabe gelingt oder verhindert wird. Sie prägen medizinische Gespräche, institutionelle Abläufe und den Alltag gleichermaßen. Worte können stärken oder ausgrenzen, Haltung kann öffnen oder verschließen. Oft sind es nicht fehlende Angebote, sondern unklare Kommunikation, starre Strukturen oder unbewusste Denkmuster, die Menschen „im Regen stehen lassen“.
Die Veranstaltung lädt alle Interessierten dazu ein, genau hier hinzuschauen. Aus der Perspektive von Philosophie, Medizin, Politik, Alltag und Institutionen wird diskutiert, wie Haltung entsteht, wie Sprache wirkt und welche Verantwortung daraus folgt. Ziel ist es, gemeinsam zu reflektieren, zuzuhören und neue Zugänge zu Teilhabe zu eröffnen.
Denn Teilhabe beginnt nicht mit Formularen oder Zuständigkeiten –
sie beginnt mit einer Haltung und mit einer Sprache, die vielfältig sein kann und alle erreicht.


10. Juni 2026
Immanuel-Kant-Gymnasium
Westfalenstraße 203
48165 Münster
